Levi Kovacs und Tom Eichhorn, Jahrgang 11 (2025/26)
Im Unterricht ist KI vor allem formativ vorgesehen: für Ideenfindung, Strukturierung, sprachliche Überarbeitung, erste Feedback-Entwürfe oder adaptive Übungssets - stets verbunden mit kurzer
Reflexion über Qualität, Grenzen und Quellenlage. Summativ wird Kl nur eingesetzt, wenn dies
explizit zugelassen und so gestaltet ist, dass eigenständige Leistungen sichtbar werden, etwa durch
Transferaufgaben, mündliche Elemente und Prozessartefakte.
Die Leitfäden von Falck/Flick geben eine klare Richtung vor: Kl soll Lernen anregen und sichtbar
machen, nicht Ergebnisse „auf Knopfdruck“ liefern. Deshalb unterscheiden wir drei Stufen der
Integration - von Phasen ohne Kl über punktuelle Nutzung (z.B. Ideenfindung, gezielte
Rückmeldung) bis zu umfassenden Projekten, in denen Kl als Lamn- und Schreibpartner eingesetzt
wird. Welche Stufe gewählt wird, entscheiden Fach, Thema und Prüfungsformat. Gemeinsam ist
allen Stufen, dass die Raflaxion fest dazugehört.
Gute Praxis bedeutet: Wir führen KI schrittweise ein, vereinbaren klare Regeln und fördern die
sogenannten 4K - Kolaboration, Kreativität, Kommunikation und kritisches Denken. Aufgaben zielen
auf Transfer und persönliche Bezüge und die Lernwege werden über Skizzen, Versionen und kurze
Prompt-Protokolle dokumentiert.
Gleichzeitig setzen wir Grenzen: Wir planen keine Aufgaben, die Standard-Tools in Sekunden lösen,
Kl-Ausgaben gelten nicht als verlässliche Quellen!
Zur kritischen Bildung über Kl gehören technische Fehler, Verzerrungen (Bias), Intransparenz, Fake
News, Auswirkungen auf Demokratie, Umwelt und mentale Gesundheit - ebenso wie Zukunftsfragen
zu Arbeitswelt und Bildungsgerechtigkeit.
Transparenz ist Pflicht: Wenn Kl genutzt wurde, wird das kenntlich gemacht. Bei Bedarf legen
Lernende Chat-Verläufe oder Versionen ab.
Datenschutz hat Vorrang: Keine sensiblen personenbezogenen Daten, KI-Tools werden über Fobizz
genutzt. Hierbei sind alle Vorgaben der DSGVO berücksichtigt.