Geographie-Leistungskurs auf Spurensuche in Berlin

Am Donnerstag, den 24.09.2026, fand der Unterricht des Geo LK EK1 nicht im Klassenzimmer statt, sondern in der Berliner Innenstadt. Um 8 Uhr trafen wir uns am Nöldnerplatz und fuhren mit der S-Bahn zum Alexanderplatz. Fünf Gruppen hatten je eine Epoche der Berliner Stadtentwicklung vorbereitet und führten uns so durch den Tag.

Den Anfang machte das Mittelalter am Alexanderplatz. Die erste Gruppe zeigte, wie aus der Siedlung an der Spree die Doppelstadt Berlin/Cölln wurde. Zu Fuß ging es weiter zum Gendarmenmarkt, der Barock und Residenzzeit vertrat. Dort bekamen wir eine Beobachtungsaufgabe: Wir prüften Straßenraster, Symmetrie und Aufrissgestaltung selbst am Platz. Der Herbst zeigte sich an diesem Morgen von seiner kalten Seite sodass wir mit der U2 zum Potsdamer Platz, um uns kurz aufzuwärmen. Dort ging es um die Stadtentwicklung nach 1990 und den Wandel des einstigen Grenzstreifens zum modernen Stadtquartier. Mit der S-Bahn erreichten wir anschließend den Humboldthain. Das AEG-Fabrikgebäude und das gründerzeitliche Arbeiterviertel standen für die Industrialisierung. Zum Abschluss fuhren wir zur Greifswalder Straße, wo die sozialistische Stadtplanung der DDR an einer WBS-70-Großwohnsiedlung anschaulich wurde.

Bemerkenswert war die Sorgfalt, mit der die Schülerinnen und Schüler ihre Stationen vorbereitet hatten. Sie trugen frei und mit Tablets vor, zeigten Karten, historische Aufnahmen und Vergleiche zwischen früher und heute. Durch Quizfragen und Beobachtungsaufgaben waren auch die Zuhörenden gefordert, sodass an jeder Station gemeinsam diskutiert und das Vorgetragene direkt am realen Objekt überprüft wurde.

Ein herzlicher Dank gilt allen Gruppen für ihren Einsatz und ihre Verlässlichkeit, auch bei kaltem Wetter.

Herr Steup