Klassenfahrt der 8.G 2026 in Bayern

Im Zeitraum vom 7.-11. September fuhren wir (Klasse 8G) zur Jugendsiedlung Hochland, welche im Gemeindekreis Königsdorf liegt. Die Gemeinde Königsdorf befindet sich südlich von Bayerns Landeshauptstadt München und ist mit dem Auto von dort in gut 45 Minuten zu erreichen.

Am Montag, dem 7. September, begann die Reise für einen Teil der Klasse am S-Bahnhof Rummelsburg, der Rest kam erst am Hauptbahnhof, wo um 8:36 der ICE nach München Hauptbahnhof für uns abfuhr, dazu. Die Fahrt, auf der viele in Gruppen (auch klassenübergreifend) Spiele spielten oder auch noch etwas Schlaf tankten, verlief ohne Probleme oder Verspätung. Vom Hauptbahnhof in München ging es dann mit dem Bus auf direktem Weg weiter zur Jugendsiedlung, wo die Schlüssel ausgeteilt und Zimmer bezogen wurden. Da der Snackautomat kaputt war, einige Schüler jedoch noch Lust auf eine Kleinigkeit Verpflegung hatten, wurde noch eine Wanderung zum nächsten Supermarkt, einem 4km entferntem Lidl, vorgeschlagen. Dies machten etwa 10 von uns in Begleitung von unserem Klassenlehrer Herrn von Zeppelin, während der Rest mit unserer Klassenlehrerin Frau Pirschel in der Jugendsiedlung blieb. Für den Abend war eigentlich noch eine Nachtwanderung geplant, die aber, aufgrund von Absprachefehlern und einer fehlerhaften Karte, auf der ein nicht vorhandener Weg eingezeichnet war, vorzeitig abgebrochen wurde.

Der nächste Tag startete mit Frühstück um 8 Uhr, wo man zwischen Müsli, Joghurt und Brötchen wählen konnte. Um 9 Uhr begann dann das für den Tag geplante Programm, ein Orientierungslauf durch die nahe Umgebung. Für den Orientierungslauf wurde die Klasse in 4 Gruppen von je 8 Personen, unterteilt, wobei immer 2 Gruppen eine Art "Paar" bildeten. Innerhalb eines Paares gab es dann immer eine Gruppe die führte und eine die geführt wurde. Die Gruppe, die geführt wurde, bekam einen Kompass und ein Walkie-Talkie, die andere bekam zusätzlich noch eine Karte, auf der aber kein vorgeschriebener Weg eingezeichnet war. Der Weg musste sich also selbst überlegt werden. Über die Walkie-Talkies konnte dann die Gruppe, die führte, der anderen mitteilen, wohin diese mussten. Man sagte dann etwas wie: "Lauft nach Norden bis ihr an eine Brücke kommt." Am Ziel angekommen gab es eine Pause, nach der die Gruppen die Rollen tauschten. Nach dem Orientierungslauf und zurück in der Jugendsiedlung, bekamen wir eine Stunde Mittagspause. Zum Abschluss wurde noch eine Übung absolviert, wo wir mit Kisten einen Fluss überqueren mussten. Den restlichen Nachmittag hatten wir Freizeit, in der viele Volleyball, Fußball oder auch Gesellschaftsspiele spielten. Deutlich später, so gegen halb Zehn, begann das Abendprogramm - ein Besuch in der nahegelegenen Sternenwarte. Dort wurden uns einige Sternenbilder erklärt und wir konnten selbst durch zwei Teleskope schauen. Dabei sahen wir eine andere Galaxie, einige Sternenpaare und sogar den Saturn mit dem Titan, einem seiner Monde. Trotz all dieser Möglichkeiten gefiel  der Ausflug in die Sternewarte einigen nicht so gut. , Dies lag vielleicht  auch daran, dass es durch die späte Uhrzeit im Vergleich zum restlichen Tag überraschend kalt wurde. Für mich jedoch war der Blick auf Saturn und Titan zumindest eines meiner persönlichen Highlights.

Das Programm am Mittwoch, das wieder um 9 Uhr begann, stand ganz im Zeichen der Demokratie. Zuerst wurden einige Kennenlernspiele gespielt, und danach einige Fragen zum Thema "Wann entscheiden wir eigentlich mit" gestellt. Bei dem anschließenden Spiel gab es vier Runden, wo es pro Runde eine Aufgabe gab, die Entscheidungen forderte und als ganze Klasse bewältigt werden musste. Zur Entscheidungsfindung mussten wir die vier zuvor gelernten Entscheidungsformen (Mehrheit, parlamentische Vertretung, Konsens und systemisches konsensieren) anwenden. Der Rest des Tages war dann programmfrei. Das Demokratieprogramm gefiel uns nicht so gut, da wir dies auch in Berlin hätten machen können. Inhaltlich war es aber interessant und für den Tag  auch eigentlich dann gut geeignet, da es fast den ganzen Tag geregnet hatte.

Den Donnerstagvormittag verbrachten wir im Gegensatz zum Vortag dann eigentlich nur draußen, weil wir eine Flussexpedition an der Isar machten. Auf dem Weg zur Isar sammelten wir Naturmaterialien, aus denen kurz darauf am Ufer kleine Flöße gebaut wurden, welche dann auch in die Isar gelassen wurden. Nachdem die Flöße zur großen Fahrt aufgebrochen waren, bereiteten die mitgekommenen Mitarbeiter der Jugendsiedlung die Flusserforschung vor, während der Großteil der Klasse, Lehrer eingeschlossen, Steine über den Fluss hüpfen ließen. Anschließend wurde versucht, kleine Tiere zu fangen und zu bestimmen, um zu erfahren wie es dem Fluss geht. Am Nachmittag machten wir noch einen Ausflug in die nahegelegene Kleinstadt Bad Tölz, wo wir uns in Kleingruppen bewegen konnten. Der Großteil hielt sich hauptsächlich in der Fußgängerzone, die Teil der hübschen Altstadt ist, auf. Am Abend ließen wir den Tag und auch die Klassenfahrt zuerst beim Grillen mit Musik und später am Lagerfeuer mit Stockbrot und Marshmallows ausklingen. Am nächsten Tag mussten wir die Zimmer bis 9 Uhr räumen und um 11 Uhr ging es mit Bus, Bahn und minimaler Verspätung zurück nach Berlin.

Die Jugendsiedlung selbst ist sehr weiträumig und wirklich sehr schön. Es gibt mehrere Fußballfelder und auch mindestens ein Volleyballfeld. Beides wurde von der Klasse auch gerne und häufig genutzt. Des Weiteren gibt es einen Tischtennisraum und mehrere Tischtennisplatten - ebenfalls gerne genutzt. Als kleine Kritikpunkte würden ich und einige andere der Klasse die unfassbare Hellhörigkeit der Gebäude, aber auch den Programmpunkt am Mittwoch, welcher sich doch auch ganzschön zog, nennen. Außerdem hätten sich manche mehr Erkundungszeit in Kleingruppen gewünscht.

Insgesamt war es aber eine wirklich schöne Klassenfahrt mit vielen, aber auch coolen Programmpunkten. Der klare "Lieblingstag" der Klasse war der Donnerstag in Bad Tölz.

Nele 8.G