Der Ausflug zum Schloss Sanssouci hat uns sehr gut gefallen. Besonders toll fanden wir die große Parkanlage mit ihren vielen Pflanzen, Brunnen, Wegen und dem Pavillon im Garten. Dort konnten wir viel entdecken und spazieren gehen. Unserer Meinung nach war es draußen sogar noch schöner als im Schloss selbst.
Das Schloss war innen etwas kleiner, als wir es uns vorgestellt hatten. Trotzdem waren die Räume sehr schön eingerichtet und interessant anzusehen. Besonders gefallen hat uns ein Gästezimmer mit Wald-Touch. Die Verzierungen und die Gestaltung erinnerten an die Natur und machten den Raum besonders.
Mit dem Audioguide konnten wir viele Informationen über Friedrich den Großen erfahren. Dabei lernten wir zum Beispiel, dass Sanssouci sein Lieblingsschloss war und der Name „ohne Sorgen“ bedeutet. Außerdem erfuhren wir, dass Friedrich der Große oft Besuch von wichtigen Gästen bekam, weshalb es im Schloss viele Gästezimmer gibt, die für seine Besucher eingerichtet wurden.
Insgesamt war es ein schöner und lehrreicher Ausflug mit unserer Klasse. Besonders die Gärten, der Pavillon und die interessanten Informationen haben uns gefallen. Wir würden den Besuch im Schloss Sanssouci auch anderen Klassen empfehlen, weil man dort viel über die Geschichte lernen kann und gleichzeitig einen schönen Tag in der Natur verbringt.
Valerie S. und Marie W., 8.2
Noch bevor wir Schloss Sanssouci erreichten, hörten wir Flötenmusik. Sie kam von einem Mann in historischer preußischer Uniform. Vielleicht spielte er sogar ein Stück, das Friedrich der Große selbst komponiert hat. Unser Ausflug nach Sanssouci war dafür da, um Geschichte selbst zu erleben und nicht nur in Geschichtsbüchern trocken davon zu lesen. Spannend war, dass der Bau mindestens zwei Zwecke erfüllt hat: die Repräsentation des Staates und als Zuhause für Friedrich.
Der erste Raum unserer Führung war das Vestibül. Es war sehr pompös, mit Gold verziert und mit vielen Säulen aus Marmor, die bis zur Decke reichten. In diesem Raum hat man sich als Mensch klein gefühlt, was wahrscheinlich auch so im Sinne des Absolutismus ist. Der Mensch ist klein im Vergleich zum Herrscher und zum Staat.
Der nächste Raum, der mich beeindruckt hat, ist die Bibliothek, welche sich Friedrich II. für seine 2.000 Bücher hat bauen lassen. Die Bibliothek ist mit Büsten von großen Philosophen und Denkern wie Homer und Sokrates geschmückt. Wahrscheinlich sah er sich in einer Reihe mit den Großen Philosophen und Denkern, weshalb er sich als „le philosophe de Sanssouci“ bezeichnete. Damit Friedrich es beim Lesen einfach hatte und sich nicht verrenken oder aufstehen musste, um an ein Buch zu kommen, stand vor jedem Regal ein Schemel. Zu diesem Raum hatte niemand außer ihm einen Zugang. Das zeugt davon, dass er einen Rückzugsort mit Privatsphäre für sich brauchte.
Er konnte aber nicht nur Bücher lesen, sondern musste noch einen Staat regieren. Man kann sagen, er hat aus seinem Wohnzimmer regiert, weil er in seinem Arbeitszimmer gelebt hat. Der Sessel, in dem er gestorben ist, steht auch in diesem Zimmer. Er konnte aufgrund seiner Krankheit in seinen letzten Lebensmonaten nicht mehr liegen. Deshalb wurde der Sessel mit einer verstellbaren Rückenlehne konzipiert, um ihm das Leben im Sitzen so bequem wie möglich zu machen. Hier starb er auch am 17.August 1786, vor genau 240 Jahren.
Der Besuch in Schloss Sanssouci hat mir sehr gefallen, da man einen Einblick in Friedrichs Leben und in seine Sommerresidenz bekommen hat. Vor dem Besuch war mir nicht bewusst, dass dieses Schloss doch so stark als Rückzugsort für Friedrich den Großen diente.
Lasse R., 8.2